Der Utopist                
                 
Natürlich eine Tragödie von Matthias Dix          
                 

«Der Untergang des Abendlandes findet heute Abend nicht statt» , macht der Utopist dem Publikum klar – jedenfalls nicht auf der Bühne. Und trotzdem scheitert die Figur des Utopisten kläglich im Versuch das Theater und die Kunst erklären zu wollen.

Das lyrische Stück vom deutschen Autor Matthias Dix, ist eine komisch absurde Komödie über den Widerspruch von höchstem Kunstanspruch und traurigem Scheitern in der Person eines Schauspielers. «Das Theater stellt Talente ein, und entlässt Ruinen...» entnimmt das Publikum dem Utopisten und erlebt das jämmerliche Straucheln des Bühnenkünstlers, indem er sich absurd und komisch in philosophischen Anschauungen über Kunst und Leben verheddert.

Im Versuch den komplizierten Lessing vom «weisen Nathan» zu spielen, verbindet Palino als Utopist komödiantisches mit klassischem Theaterhandwerk. Er scheut sich dabei nicht, auch ein paar Lieder mit Texten vom Stück in bekannte Melodien verpackt, zu singen.

 

Das Publikum kann sich unterhalten, witzig, wahrhaftig und wundersam wortgewaltig! Das Stück scheint dem Schauspieler und Komödianten Palino wie auf den Leib geschrieben zu sein, hat er doch mit seinen eigenen Kunstanstrengungen Untergang und Aufgang der Kunst leibhaftig erfahren.
In diesem Stück geben sich Palino‘s persönliches Weltgefühl und Dix‘ Text die Hand für einen poetischen Hochseilakt einer tragischen Komödie, die im schönsten Sinn eine vollendete Liebeserklärung ist: eine Eloge auf die unsterbliche Schwärmerin aller Zeiten und allen Orts, das Theater.

(NZZ, D.Muscionico)eine komisch absurde Theatershow, die von der Zunge rollt und in die Bäuche geht…

Autor und Regie: Matthias Dix
Spiel und Produktion: Palino, Teatro Palino